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Bereich Projektinfo

Kognitives Training Musik

In wöchentlichen Einheiten oder Wokshops werden die SchülerInnen zusätzlich zum Sporttraining betreut. Im kognitiven Training stehen das Erlernen kognitiver und koordinativer Fähigkeiten und der Zusammenhalt in der Gruppe im Vordergrund. Die soziale Kompetenz der Mädchen soll dabei gefördert werden. Da diese Einheiten von PsychologInnen, TherapeutInnen oder PädagogInnen durchgeführt werden, können aber auch Konflikte und Probleme innerhalb der Gruppe diskutiert werden.

Inhalte:
- Kennenlernen und Ausprobieren verschiedener Percussions-Instrumente und deren Spielweisen
- Auseinandersetzung mit verschiedenen musikalischen Parametern wie Dynamik (laut-leise, schnell-langsam), Klang, Rhythmus, Melodie
- Erarbeitung eines Rhythmusstücks inkl. Vorführung
- Arbeit mit Körperklängen "Bodypercussion"
- Umsetzen von Musik in Bewegung und von Bewegung in Musik
- Spiele zum Thema "Führen und Folgen"

Ziele:
- Förderung der Kreativität
- Förderung der sozialen Kompetenz
- Förderung von Konzentration und Reaktion
- Förderung einer positiven Gruppendynamik
- Spaß und Freude

Bericht des Musiktherapeuten und Musikers Jürgen Jagfeld:

Beobachtung: Die Mädchen nehmen das musikalische Angebot gut an. Trotzdem steht oft die Frage im Raum, was dieses Angebot mit Sport zu tun hat. Meine Erklärung, dass es sowohl im Teamsport als auch beim gemeinsamen Musizieren sehr wichtig ist, eine gut funktionierende Gruppe zu bilden, wo an Themen wie "einander zuhören", "aufeinander reagieren", "gemeinsame Lösungen suchen" gearbeitet werden kann, wird verstanden. Insgesamt war ich erstaunt, mit welchem Elan, Witz und Spielfreude sich die Mädchen einbrachten. Alle nutzten die Möglichkeit, bei "Dirigier-Spielen" die Führung zu übernehmen, Vorschläge zu machen, sich in neuen Situationen zu erproben und Feedback von der Gruppe zu erhalten. Innerhalb des Gruppensettings (geschlossener Raum, relativ fixe Gruppenzusammensetzung) war die Offenheit und Risikobereitschaft sich zu exponieren, Neues auszuprobieren sehr groß. Die Vorführung des erarbeiteten Rhythmusstücks in der Öffentlichkeit führte hingegen zu leichten Widerständen. Themen wie "Angst, sich lächerlich zu machen" oder "nicht gut genug zu sein" kamen zu Tage. Hier zeigte sich deutlich, wie wichtig die Arbeit in einem geschützten Raum für die teilnehmenden Mädchen ist.

Fazit:
Das musikalische Angebot im Rahmen von WoGoS ist wichtig, wird gut angenommen und zeigt sehr positive Auswirkung auf die Gruppendynamik und die Entwicklung der Persönlichkeit sowie verschiedener Fähigkeiten der Teilnehmerinnen (vgl. obige Ziele).
Wünsche für die Zukunft:

- Raumsituation: Dieser sollte groß genug sein, um mehr in die Bewegung gehen zu können, evtl. eine kleinere in sich geschlossene Turnhalle, wo ein Zuschauen von außen nicht möglich ist.
- Instrumentarium: Idealerweise mehrere leicht zu spielende Instrumente in ausreichender Zahl.
- Gruppengröße: mind. 3 max.12 Mädchen, wenn möglich in gleich bleibenden Gruppen.

Kontakt:
Jürgen Jagfeld
'Juergen.jagfeld@chello.at'



Sportministerium